Sakristei

Das Haus – LIN DEN HOF

Darin bin ich aufgewachsen, bin als junger Mann weggezogen, immer wieder einmal auf Besuch gekommen. Dann, vor 20 Jahren und nach dem Tod meines Vaters bekam ich ein Hälfte davon geschenkt. Vorgezogenes Erbe, aber in einer eher ungemütlichen Hausgemeinschaft mit meinem Onkel.

Lange Geschichte. Ungut, wie es zum Kauf der zweiten Hälfte kam, das war nicht ganz freiwillig, hatte Daumenschrauben angezogen. Aber nun ist das Haus ganz bei mir. Und seit einem Jahr renoviere ich es von innen heraus.

Ganz am Anfang davon stand eine Vision. LIN DEN HOF. Das Haus ist mehr als nur ein Haus. Es beinhaltet einen grossen Erinnerungsraum aus meiner Kindheit, es bietet drei Wohneinheiten Platz (und könnte noch drei weiteren auf dem grosen Grundstück von 2000 qm Platz bieten) , es hat(te) vier Garagen, zwei Häuser, eine grossen Gemüsegarten, ein Landwirtschaftsfeld, eine Zisterne, zwei Abfahrten… es ist erschöpfend viel.

Nun denke ich das Haus neu und sehe es ein wenig wie das Schloss Linderhof im Graswangtal. Das Haupthaus gibt es, aber selbst darin sind drei Welten nebeneinander zu finden: Die Wohung der Mutter, die vermietete Wohnung im ersten Stock, meine Einliegerwohung, sollten ich und meine Familie da sein. Und im zweiten Haus existieren 2 (!) Partyräume und eine Garage mit Platz für Gerätschaften – und Hasenställe. Das Gewächshaus ist in Betrieb und der Garten zerfällt in drei Teile, die nichts miteinander zu tun haben. Der Vorgarten, der Traumgarten und der Nutzgarten. Viele Teile ineinander, die alle nebeneinander sich entwickeln können sollen.

So sah das Haus noch im Mai 2020 aus
Und so wird es ein oder zwei Jahre nach dem Umbau dort aussehen.

Das Haupthaus musste modernisiert werden (die Arbeiten dauern an), das Partyhaus soll mit Efeu zu einem Kopf überwachsen, der Garten wurde erweitert und wird einen Obstgarten beinhalten, alles ist vernetzt und per Webcam (unter Achtung von privacy) einsehbar. Die Heizung kann per Internet gesteuert werden Es galt also zu bauen.

Neue Fenster überall:

Die Einliegerwohnung:

Die Heizung:

Der Dachboden:

Der Garten:

Ziel ist es, die Vergangenheit vorsichtig in eine neue Zeit zu führen. Indem ich Altes belasse, renoviere und mit Neuem kombiniere. Durch den neuen Garten wird das deutlich. Der Gemüsegarten steht so komplett weiterhin da, hat allerdings neue Hochbeete erhalten (und Abdeckungen des Brunnens), aber die Zäune im Westen sind verschwunden und öffnen den Garten jetzt auf die ehemalige Wiese, die neue Obstbäume erhält und anders gemäht wird.

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