Sakristei

TY

Taglinger/Young finden sich

Norman Young und ich kennen uns aus einer anderen Zeit, aus einem anderen Jahrhundert. Wir wohnten 1997 zusammen in einer WG in München. Zwei Gitaristen mit einer Menge an Instrumenten in ihren Zimmern. Nebeneinander. Aber nicht einen Ton haben wir zusammen gespielt. Vielleicht waren wir uns physich zu nah. Item.

Das hat sich mit einer ersten Session im Herbst 2019 deutlichst geändert. Norman brachte „Das Boot ist an Land“ mit in die Sakristei, und wir haben daraus nach einer intensiven Aufnahmesession fünf neue Versionen gebaut. Reinklicken, um seine Livesession vom Boot zu hören:

Wir suchten einen elektronischen Sound zum Motiv des „Roboters, der träumt“ und haben je 3.5 Lieder zu einer EP zusammen geworfen, die wir mittels Livesessions, geschickten MP3s und ein paar Skype Sessions komponierten. 0.5 Songs? Norman hat den Text zu einem der Tracks von mir geschrieben („Schwerelos“), ansonsten sind die je drei anderen Stücke in Text- und Musikeinheit entstanden. An den Knöpfen im Studio ging es darum, einen elektronischen Grund für die Gitarrenkompositionen zu entwickeln.

Ich arbeite viel mit Moog Synths und vor allem dem Synclavier als Bass, die durch Arpeggios gehen. Kaum ein Gitarrensound bleibt erkennbar so stehen. Die Stimmen sind mittels Autotune bearbeitet.

So entstanden die sieben Stücke, die im September für eine EP gemastert werden:

  • Interstellar (HT)
  • SuperNova (NY)
  • Komet (HT)
  • Geist und Maschine (NY)
  • Schwerelos (HT / Text: NY)
  • Robota (HT)
  • Leichte Rotation (NY)

Der Gesang ist ineinander verwoben, meistens sind die Stücke in Abwechslung gesungen und/oder haben einen Hintergrundgesang. Was ich an den sieben Stücken sehr mag, ist die Sanftheit, die Norman mit seinem eleganten Spiel einbringt und an meine Ruppigkeit im Rhythmus anlehnt. Das tut beidem gut.

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