TAG LIN GER

Remix and Revisit

In den vergangenen fünf Jahren entstanden fünf EPs unter dem Namen

T    A    G

L    I    N

G    E    R

„Erwachsene“ Popmusik mit deutschen Texten, die sich eher um einen 50-jährigen drehen, als um Liebe/Herz/Schmerz. 31 Songs, von denen unter http://taglinger.bandcamp.com auch noch 20 remixed wurden. In SCHLAG bekommen zehn davon einen rythmischen Effée und in LEGATO passiert in zehn genau das, wofür das Wort steht. Die leisen Passagen bekommen mehr Gehör.

Die fünf EPs haben eine sehr unterschiedliche Entstehungsgeschichte, jeweils ein klares Sound- und Produktionskonzeot und bilden doch eine Einheit, denn sie kommen alle aus der Idee heraus, Pop für jemanden zu machen, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Und das dauerte.

Alle 31 Songs haben einen Rebrush gebraucht. Weil sich in fünf Jahren etwas tut mit den eigenen Fähigkeiten am Mischpult, und weil man dann etwas hört, das man vorher nicht wahrgenommen hat. Eigene Fehler fallen einem erst mit den Jahren auf. Also habe ich alle noch einmal von Grund auf gemischt und gemastert. Jetzt nicke ich und hoffe dass diese Versionen wieder eine Weile hörbar bleiben. Auf Spotify. Im Apple iTunes Store und auf Google Play.

Aber es sind neben diesen Links zu den fünf EPs auch noch jeweils eigene Seiten im Web mit der gesamten Musik und mehr Information dazu entstanden.

https://dru.taglinger.ch: Die EP III III hat unter dieser URL neben der ersten aller fünf mit Wolfgang Schmetterer als Produzenten auch noch die III von Anatol Locker angepassten Ambients und die III III III Originalstücke zu bieten. In der Aufteilung von drei Sprechstücken, drei Balladen und drei Popstücken, die von drei Musikern zu je einem Drittel bearbeitet werden spielt die Zahl 3 eine grosse Rolle, was sich in „dru“ manifestiert. Das Wort für 3 in Mundart. Auch wenn hier nur hochdeutsch gesungen wird. Die Videos sind vor allem mit Typografie gearbeitet. Als Textunterstützung. Eines davon wurde von YouTube als hetzerisch gesperrt. Dabei benutzt es nur das Wort Widerlich und zeigt einen nackten Unterarm. Ein Liebeslied, mehr nicht.

https://alt.taglinger.ch: Am deutlichsten mit dem Alter und dem Tod setzt sich „alt“ auseinander. Die Stücke schauen sich vor allem das Alleinsein und den Zerfall an. Zuerst zeigte das Cover eine Figur aus dem 16. Jahrhundert mit grossen Ohren, die wie ein A aussah, aber die zeitgleich entstehenden Bilder von Andrea Ebener trafen den Gedanken viel besser. Deshalb das Update des Covers. Das „Hier und Jetzt“ Video bekommt durch den Einsatz einer Drohne seine Weite, während das „Tod“ Video in einem klaustrophobisch kleinen Badezimmer gedreht wurde. Einem Sarg gleich.

https://einaus.taglinger.ch: Einen Mann auf der Brücke vor der Londoner Tate Modern habe ich als Vorbild für das Cover von EinAus genommen und darin Midlife Crisis Texte untergebracht. Er möge mir das verzeihen, aber besser hätte ich nicht dort stehen können. Der Sound changiert stark zwischen Ethno und sogar Bebop, hat 90er Britrock als Vorbild, einen Schuss Peter Gabriel dazu. Das Video zu Laufatmen und Vorwärts immer beinhaltet Shots auf der Autobahn von Los Angeles und spielt mit Figuren aus den Warner Comics und Powerpoint Art.

https://dein.taglinger.ch: Dein ist stark an religiösen Motiven angelehnt. Nicht nur in den Texten wie „mein Vater“, der das Vaterunser umtextet. Die Liturgie der katholischen Kirche taucht in fast allen Melodiebögen wieder auf. Die Frage, ob man Religion und Popmusik unterschwellig miteinander vermischen kann, das Hohelied Salome und der Danke Gesang der modernen Kirche suchen einander. Unpassend passend dazu steht ein Fels in der Brandung, aufgenommen an der Westküste von Ibiza. Und im Video zieht der Feuerzug zum Winteraustreiben der Liesthaler vorbei.

https://manwill.taglinger.ch: Manwill. schliesslich denkt noch einmal an sieben verflossene Lieben zurück, an Schlüsselszenen mit Ihnen, ohne ihre Namen zu nennen. Sie werden es vielleicht sogar vergessen haben, aber in mir ist jede der Situationen noch gut präsent und lebt durch die Musik wieder auf, die einer Intuition folgend und eher im 80er Gitarrensound halb auf Englisch halb auf Deutsch daher kommt. So wie der Titel, der in zwei Sprachen zu lesen ist. Die Collagen dieses Sprachmixes zeigen sich auf in den übereinander gelagerten drei Videos. Bei Kuhkämpfen im Wallis, vor Industriebrachen in Zug und auf Gletscherresten gedreht.

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