Medienkunde

Immer im März des Jahres freue ich mich auf die Schule für Gestaltung Bern Biel. Seit 2013 lehre ich dort – zuerst Medientheorie – Medienkunde, also die Geschichte und Medientheorie. Das Format ist dabei gleichbleibend ein Gang durch die Zeitlinie von der Präantike bis ins 21. Jahrhundert. Daran aufgefädelt ist die Entwicklung der einzelnen Medienkanäle und -arten sowie die Medientheorie der Zeit. Also Platon über Hegel zu Flusser und Virilio. Anfangs meistens geschockte Schüler des Fachs Interactive Media Design kommen mit je einem kurzen Text der Medientheorie in Kontakt, den sie wiedergeben können (ja, das schaffen alle). Daran angehängt ist der Monolog meinerseits über eine Kulturgeschichte der Medien, der in der Gruppenarbeit des Seminars mündet: sucht ein Medienobjekt Eurer Wahl und bildet daran ein Erklärungsmodell, eine Theorie, darüber, wie dieses Objekt im sozialen und kulturellen Umfeld der Jetztzeit wirkt und was sich daran beobachten und auch für die Zukunft ableitet. Ich bin jedes Jahr wieder baff, mit welchen Themen die Gruppen am Seminarende für ihre Vorträge zusammenkommen. Und welche Schlüsse sie über ihr Medienobjekt ziehen. Dieses Jahr in Arbeit: Social Scoring in China und seine Zukunft, Avtare als Medienmaskierungen, Mythen im Darknet, Private Streaming, Codierungen in Medien. Ich kann die Referate wirklich kaum erwarten. Guter Stoff entsteht. Jedesmal, das gebe ich zu, glaube ich mehr zu lernen als die Studenten im Seminar. Ich hoffe ich täusche mich.

Die Unterrichtsscreens zum aktuellen Seminar findet sich hier. Und so sahen sie 2018 aus.

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